Eine Sage erzählt, dass im Gebiet des Schwimmbaches früher klumpenweise Silber gefunden worden wäre. Der erste Entdecker sei ein Pollinger Männlein gewesen, das die Funde aber lange Zeit geheimhielt. Es ließ sich aber eines Tages bei einem Schuster die Schuhe mit Silbernägel beschlagen und wenn es auf die Jagd ging, schoss es mit silbernen Kugeln.

Man konnte sich diesen Reichtum lange Zeit nicht erklären und bemerkte nur, dass das alte Männlein in der Nacht manchmal verschwand. Als es fortan hartnäckig beobachtet wurde, kam man endlich hinter das Geheimnis und machte sich ab dem Zeitpunkt das angebliche Silbervorkommen allgemein zunutze. Auf diese Weise soll Polling einmal die drittreichste Gemeinde Tirols gewesen sein, bis sich der Schatz allmählich erschöpfte. Abseits der zitierten Sage gibt es jedenfalls einen Hinweis, dass Polling im Jahre 1653 eine Bergwerksverleihung für Silbererzabbau erhalten hatte.